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Wort der Woche

aufgrund des hohen technologischen Fortschritts kommen viele Menschen aus der ganzen Welt nach Europa. Die Gründe dafür sind vielfältig: Suche nach Freiheit, Sicherheit, Einkommen, Glaubensverkündigung und Abendteuer. Wie gehen wir mit unseren neuen Nachbarn im kommunalen Leben um?

Die Antwort meines Erachtens stammt aus einem Vers in der Apostelgeschichte, die sich von inklusiver „Versorgung“ und „Teilung“ in der Urkirche handelt. Die ersten christlichen Gemeinden lebten in einer geistlichen und materiellen Gemeinschaft, die großen Eindruck auf ihre Umgebung machte (Apg. 2, 42-47). Heute zeigt sich unsere Erfahrung ganz anders. Immer vor den Wahlen, wie bei den jüngsten Kommunalwahlen, machen Politiker und Parteien Versprechungen ans Wahlvolk. Auch bei allen großen Revolutionen handelt es sich um „Gerechtigkeit“ und „Wohlergehen“ für alle.

Es bleibt jedoch immer wieder so viel Elend auf der ganzen Welt. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, wundere ich mich: Warum ist die Welt voller religiöser, wirtschaftlicher und politischer Gier und Selbstsucht? Warum werden unsere Gemeinden von Konsumgesellschaft und Gleichgültigkeit immer mehr geprägt? Warum verlieren christliche Werte an Bedeutung? Warum nimmt die Anzahl der Ehrenamtlichen in unseren Gemeinden immer wieder ab?

Zu diesen Fragen lädt Jesus uns diesen Sonntag ein, gerecht und barmherzig zu handeln. Es geht nicht nur darum, etwas zu spenden und an Not leidende Menschen zu schicken, sondern auch um eine andere Sicht auf das Leben. Dazu gehört zunächst die grundlegende Einsicht, dass nicht wir selbst im Mittelpunkt stehen – Gott steht im Zentrum. Wir Christen und alle sind verpflichtet, uns um die Armen zu kümmern, in dem wir sowohl staatliche als auch private Mittel zu ihrem Überleben – ohne Missbrauch – einrichten.

Die armen, kranken oder in irgendeiner Weise benachteiligten Menschen brauchen Sie, ja Sie mit Ihren Talenten. Und je mehr Sie dies aus dem Glauben heraus tun, desto mehr erhöhen Sie auch die moralischen Maßstäbe unserer Gesellschaft, ohne die es kein wirkliches Streben nach Gerechtigkeit und Barmherzigkeit geben kann. Und es sei gewiss, der Glaube an Gott wird lebendig in der Praxis der Nächstenliebe. Machen Sie mit und helfen Sie Ihre Gemeinde lebendig im Sinne der Nächstenliebe zu gestalten!

Der gerechte und barmherzige Gott segne Sie!

Pater Charles Odwar Lekamoi AJ

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