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Neuer Konvent indonesischer Schwestern im Rheinviertel

Orden qualifiziert Schwestern für Führungsaufgaben

Im Bad Godesberger Rheinviertel wurde eine Kommunität von indonesischen Schwestern gegründet.

Die gegenwärtig zwei Ordensfrauen gehören der indonesischen Provinz der Schwestern vom Armen Kinde Jesus an. „Wir freuen uns, dass die lange Tradition dieses Ordens in Bad Godesberg auf diese Weise fortgeführt wird und wir eine weitere Schwesternkommunität willkommen heißen dürfen“, sagt Pfarrer Dr. Wolfgang Picken. Die aus Aachen stammende Ordensgemeinschaft ist seit vielen Jahren im Stadtbezirk tätig. Sie gründete die Clara-Fey-Schule und führte sie viele Jahrzehnte bis zur Übergabe an das Erzbistum Köln. 2007 siedelte die Gemeinschaft der Schwestern nach Rüngsdorf in das neu gegründete Kloster St. Andreas um. Durch die altersbedingte Versetzung der Schwestern nach Aachen war die Gemeinschaft in den letzten zwei Jahren nur noch mit Schwester Theodora Maria vertreten. Sie versorgt die Sakristei in St. Andreas, begleitet Alte und Kranke und ist für viele Menschen vor Ort geschätzte Ansprechpartnerin. Jetzt lebt seit Juli im oberen Stockwerk des Rüngsdorfer Klosters die indonesische Kommunität, die voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres noch durch eine dritte Ordensschwester ergänzt wird. Damit wird die Gemeinschaft der Schwestern wieder mit vier Mitgliedern in Bad Godesberg vertreten sein.

Die Ansiedlung der indonesischen Schwestern geht auf die Initiative der Generalleitung des Ordens zurück. Zwei der Schwestern aus Asien sollen nach dem Erlernen der deutschen Sprache an den Hochschulen der Region Studien aufnehmen und sich für zukünftige Aufgaben in der Kongregation qualifizieren. „Die Provinz der Schwestern in Indonesien hat die meisten Mitglieder. Nach dem Rückgang von Ordensberufungen in Deutschland ist es eine kluge Entscheidung der internationalen Kongregation, rechtzeitig besonders Schwestern aus Indonesien auf Führungsaufgaben im Orden vorzubereiten“, erläutert Godesbergs Pfarrer. Man unterstütze als Seelsorgebereich diese Planungen gerne und sehe es als Ausdruck großer Wertschätzung und Verbundenheit, dass der Orden Bad Godesberg für seine Studienkommunität ausgewählt hat.

Die Leitung des Konventes hat Schwester Alfonsa (62). Sie trat 1976 in die indonesische Provinz der Schwestern vom Armen Kinde Jesus ein und war bereits vor Jahren einige Zeit in Deutschland. Die Diplompädagogin wird mit ihrer Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur das Einleben der beiden jüngeren Schwestern und das Fußfassen der Gemeinschaft begleiten. Die zweite Ordensfrau in der Kommunität ist Schwester Yulita. Die 35jährige Diplompädagogin gehört seit 2001 zur Ordensgemeinschaft. Sie wird wie die Schwester, die zum Jahresbeginn erwartet wird, nach dem Spracherwerb ein Studium aufnehmen.

Die Rheinviertelgemeinde begrüßt die Schwestern im Festgottesdienst am Sonntag, 3. September um 11.00 Uhr in St. Andreas, Rüngsdorf. In der Messfeier finden auch Verabschiedungen und Einführungen neuer Seelsorger statt. Die indonesischen Schwestern leben im Kloster St. Andreas zusammen mit einer Kommunität afrikanischer Schwestern, die zum Christi Himmelfahrtsfest gegründet wurde. Damit sind in Bad Godesberg 12 Ordensgemeinschaften tätig. Das ist die größte Zahl von Ordensniederlassungen in einem Seelsorgebereich des Erzbistums Köln.