Kirche im Burgviertel - Flüchtlingshilfe unterstützt Kulturspektakel

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Flüchtlingshilfe unterstützt Kulturspektakel

Stadtfest

Der Runde Tisch gründet Arbeitskreis für das Theaterfest

Auf der letzten Sitzung des Runden Tischs Flüchtlingshilfe Bad Godesberg beschlossen die Akteure eine Beteiligung am geplanten Kulturspektakel auf dem Theaterplatz.

Auch die Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung war Thema der Sitzung. Weiterhin berieten die Akteure über Ausmaß und Bedeutung psychischen Drucks auf Geflüchtete.

Große Unterstützung für Kulturspektakel

„Das Kulturspektakel ist für die Flüchtlingshilfe Bad Godesberg eine große Chance“, fasste Pfarrer Wolfgang Picken, Gründer und Moderator des Runden Tisches, den Eindruck der Akteure zusammen. „Das Thema Flüchtlingshilfe darf nicht zu einem Nischenthema zu werden. Das Kulturspektakel gibt uns die Gelegenheit, den Besuchern einen unmittelbaren Einblick von den Fortschritten bei der Integration der Geflüchteten zu geben.“ Dabei wolle man sich nicht nur auf Geflüchtete als Teilnehmende beschränken, sondern ihnen an so vielen Stellen wie möglich eine aktive Rolle überlassen.

„Die zentrale Botschaft ist ein sympathisches ‚Wir-sind-dabei‘.“ Wie groß die Unterstützung der Akteure für das Projekt ist, konnte man nicht zuletzt an der Größe des Arbeitskreises ablesen, der sich zur Vorbereitung auf das Event gegründet wurde. Dort sind über 11 Organisationen direkt vertreten. „Das ist der größte Arbeitskreis, den wir bisher am Runden Tisch hatten“, stellt Benjamin Kalkum fest, der die Arbeit des Runden Tischs als Koordinator begleitet. Schon auf der Sitzung gab es zahlreiche Ideen, wie die Flüchtlingshilfe auf dem Kulturspektakel präsent sein könnte. „Ich bin sehr gespannt, was wir gemeinsam entwickeln werden“, so Kalkum.

Das Kulturspektakel findet am 9. September auf dem zentralen Theaterplatz in Bad Godesberg anlässlich der Eröffnung der Theatersaison statt. Das Theaterfest zu dem einige tausend Besucher erwartet werden, findet erstmalig nicht vor der Bonner Oper, sondern den Kammerspielen statt. Es findet in Kooperation mit der Bürgerstiftung Rheinviertel statt.

Leitbildprozess stößt auf Interesse

Neben der Beteiligung am Kulturspektakel war auch die Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung Thema am Runden Tisch. Christian Schäfer aus der Bezirksverwaltung Bad Godesberg berichtete vom Start des Leitbildprozesses: „Mit 500 Personen war die Auftaktveranstaltung sehr gut besucht, wir würden uns aber mehr Beteiligung von Godesbergern mit Migrationshintergrund und gerne auch Geflüchteten wünschen.“ Für den weiteren Prozess soll der Runde Tisch in der entsprechenden Expertengruppe vertreten sein. Pfarrer Picken dankte Herr Schäfer für die Einladung und seine regelmäßige Teilnahme am Runden Tisch. „Es tut dem Leitbildprozess sicher gut, dass nun gezielt die Akteure angesprochen werden, deren Beteiligung unbedingt gewünscht ist.“ Viele Akteure am Runden Tisch hatten den Leitbildprozess bisher nicht bewusst wahrgenommen.

Mit Bedauern stellte Picken hingegen fest, dass von Seiten des Bezirksparlamentes seit Bestehen des Runden Tisches kein Kontakt aufgenommen worden sei. „Das Ergebnis ist eine große Schere zwischen Politik und praktischer Arbeit, die sich auch in mancher politischen Entscheidung wiederspiegelt“, so Picken. „Die vielen Akteure der Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg haben es verdient, dass ihre wertvolle Arbeit von der lokalen Politik wenigstens zur Kenntnis genommen wird!“ Herr Schäfer sagte zu, in die Runde der Fraktionsvorsitzenden nochmal den Impuls zu geben, auf den Runden Tisch zuzugehen. Dass die Zusammenarbeit mit der Politik auch ganz anders funktionieren kann, sehe man am Beispiel von Christos Katzidis, der als Landtagsabgeordneter für Bad Godesberg regelmäßig an den Sitzungen des Runden Tisches teilnimmt. Durch seine guten Kontakte in die Landesregierung konnte schon so manche Frage noch während der Sitzung geklärt werden.

Beeinträchtigt psychische Belastung Integration?

Auf der Sitzung beschäftigte sich der Runde Tisch weiterhin mit der Bedeutung von psychischen Belastungen für den Integrationsprozess. Dabei wurde deutlich, dass viele Geflüchtete unter großem Druck stehen und sich oft überfordert fühlen. „Zwischen Jobcenter, Sprachschule, Berufsorientierung und Familiennachzug kommen viele Geflüchtete an ihre Grenzen“ weiß Lena Clever, die das Sozialpsychiatrische Kompetenzzentrum Migration (SPKoM) der AWO in Godesberg leitet. „Gerade auch Geflüchtete, die zunächst sehr schnell vorangekommen sind, sehen sich jetzt umso höheren Erwartungen gegenüber, z.B. in der Berufsschule.“ Um die Beeinträchtigungen durch solche Belastungen besser zu verstehen, wird der Runde Tisch in seiner nächsten Sitzung sich näher damit auseinandersetzen.

Für die weitere Fortführung seiner Arbeit bittet der Runde Tisch um Spenden:
Spendenkonto: Flüchtlingshilfe (KGV),
Sparkasse Köln/Bonn,
IBAN: DE52 3705 0198 1901 0771 62, BIC: COLSDE33XXX

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Benjamin Kalkum, Koordinator
Tel.: 0228 538813-20,
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