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„Ich stelle mich“ mit Norbert Blüm

Norbert Blüm im Gespräch mit Helge Matthiesen

Live-Talk mit Helge Matthiesen

Am 31. Januar 2019 begrüßte Helge Matthiesen, Chefredakteur des Bonner Generalanzeigers, den langjährigen Bundesminister Norbert Blüm statt des kurzfristig verhinderten Klaus Kinkel zum Talk „Ich stelle mich“ im Pfarrzentrum St. Marien.

Der frühere Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung war der fünfte Gast in der Reihe „Ich stelle mich“ des „Forum Bad Godesberg“.

Norbert Blüm, der in Bonn wohnt, antwortete mit Humor und Ernsthaftigkeit auf die Fragen zu den verschiedenen Stationen seines Lebens. Helge Matthiesen verstand es wie immer, seinem Gast ehrliche Antworten zu entlocken und die spannenden Themen eines Lebens als Politiker offen anzusprechen. So erzählte Blüm über seine „längsten 30 Schritte seines Lebens“, als er als Kind im zweiten Weltkrieg unter Bombenhagel aus einem brennenden Haus gerettet wurde, aber auch über seine umstrittene Begegnung mit dem chilenischen Diktator Pinochet, den er im Gespräch mit dessen Verletzung der Menschenwürde durch Folter konfrontierte.

Im weiteren Gespräch mit Blüm wurden Themen wie Sozialpolitik und christliche Soziallehre, Rentensicherheit und Pflegeversicherung, aber auch das Verhältnis zu Kanzler Helmut Kohl und der Streit mit Kohl über die Parteispendenaffäre angesprochen. Norbert Blüm bereicherte das Gespräch immer wieder durch Anekdoten und Erinnerungen aus seinem Leben wie der Begegnung mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI., der ihn als Theologiestudent in Bonn einst geprüft hatte, vor zwei Jahren in Rom. „Sein wichtigstes theologisches Werk war es, dass er als Papst zurückgetreten ist. Er hat somit das Papstamt entzaubert und klargemacht, dass es Dienst ist“, so Blüm.

In der zweiten Hälfte des unterhaltsamen und tiefsinnigen Abends zeigte Helge Matthiesen Bilder aus dem Leben von Blüm, insbesondere auch aus dem Leben nach der politischen Karriere. Blüm setzte sich für Menschen in Kriegsgebieten und auf der Flucht ein, und war ebenso immer wieder in Fernsehshows oder beim Karneval auf der großen Bühne zu sehen wie auch nah bei den Menschen in Bonn bei Festen oder Wanderungen.

Ein Dank geht an Joachim Sarwas, Organist und Kantor in St. Marien, der den Abend durch zwei Klavierstücke von Georg Friedrich Händel bereicherte, wie auch an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und die Jugendlichen, welche die Organisation des Abends unterstützen und auch den Stehempfang im Abschluss an das Gespräch möglich machten.

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